Über Arne Marenda

Foto- und Mediendesign, Portraitstudio in Nürnberg/zbau. Fotografische Schwerpunkte: Events, Portraits, Urbanes Leben, Landschaften

Meeresküstenbatterie in Dueodde/Dänemark

Die dänische Insel Bornholm wurde im Zweiten Weltkrieg am 10. April 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt, einen Tag nach dem restlichen Dänemark.

Die Organisation Todt plante, in Zusammenarbeit mit der Marine, eine Kanonenbatterie an der Südküste errichten. Diese sollte aus vier Stellungen bestehen, die jeweils mit 38cm Schiffsgeschützen bestückt werden sollten. Ein Geschützturm kam auf ein Gesamtgewicht von 540 Tonnen und 86 Mann hätten dort ihren Dienst getan.

Im Laufe des Jahres 1941 kamen die Bauarbeiten ins Stocken, andere Stellungen auf dem Festland bekamen Vorrang, so wurde nur nach an zwei Stellungen weitergebaut. Im April wurde die komplette Bautruppe nach Norwegen abgezogen und die Stellungen nie fertiggestellt.

Weiterführende Infos sowie historische Bilder gibt es hier.

Die beiden Ruinen können heute ohne Einschränkung besichtigt und begangen werden Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe des ‚Cold War Museums‘, dass man in diesem Zuge gleich mit besichtigen kann.

Die südliche Stellung ‚G3‘ ist sogar ausgeschildert und es gibt Parkmöglichkeiten. Die nördliche, und zum Teil etwas eingewachsene Stellung ‚G4‘ ist nicht ausgeschildert, erreicht man aber bequem von der kleinen Landstraße aus.

Kanonenstellung G3

Kanonenstellung G4

Die ‚Kleine Reichskanzlei‘ in Bischofswiesen

Unweit von Berchtesgaden und dem Obersalzberg entstand 1936 bis 1937 im Bischofswiesener Stadtteil Stanggaß die ‚Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden‘. Die Dienststelle fungiert während des Aufenthaltes Adolf Hitlers als Regierungssitz. Etwa 125 Gesetze und Verordnungen wurden in den Räulichkeiten verfasst. Eine ca. 500m langer runterirdischer Bunker führt zu den nahegelegenen Gleisen.

Von 1945-1995 waren die Gebäude der US-Army unterstellt, danach gelangten sie in Privatbesitz. Heute befinden sich dort Wohnungen. Ein großes Schild erinnert am Eingang in das Grunstück an die Geschichte der ehemaligen Reichskanzlei. Über dem Eingang thront noch heute ein Reichsadler mit entnazifizierten Lorbeerkranz in den Krallen.

Mehr Infos bei Wikipedia
Youttube Link mit Innenaufnahmen

Die Aufschrift ‚Kanzlerhaus‘ und der Brunnen waren bei dieser alten Postkarte noch nicht vorhanden.

Obersalzberg: Der Koksbunker

Nördlich der Obersalzbergstraße, nur wenige hundert Meter vom Berghof entfernt, entstand 1940 ein riesiger Kohlebunker, der 3.500 Tonnen Kohle fassen konnte. Oben an der Landstraße wurde der Bunker mit Kohle befüllt. In sechs mit Holztüren verschlossenen ‚Garagen‘ die sich unten befanden wurden kleine LKWs dann durch in der Decke befindliche Schächte beladen.

Das Gebäude ist heute noch in einem ähnlichen Zustand wie 1945, allerdings ist das Dach ist in einem sehr schlechten Bauzustand das auch aus Sicherheitsgründen abgezäunt und abgesperrt ist. Auch in den ‚Befüllungsräumen‘ nagt der Zahn der Zeit und zerstört die Bausubstanz.