Über Arne Marenda

Foto- und Mediendesign

Flak Kaserne Kitzingen

FLAK KASERNE KITZINGEN | LARSON BARRACKS
Baujahr 1936-1938
Steigweg 24
, Kitzingen

Diese ehemalige Kaserne wurde 1936-38 von der Wehrmacht für die 1. Abteilung des Flak-Regiments sowie der Flak-Ersatzabteilung sowie anderer Einheiten errichtet. Wie so viel Kasernen diente diente das Gelände gegen Enden des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangenenlager – in diesem Falle 300 französische Soldaten.

Danach wurden hier bis 1947 Vertriebene und Displays Parsons untergebracht. Bevor die US Army 1952 das Areal übernahm, wurde die Örtlichkeit noch als Sammelstelle für Wehrmachts-LKWs genutzt, die hier repariert und verkauft wurden. Zwischen 1952 und 2007 wurde die Kaserne als Larson Barracks genutzt.

Seit 2010 gehört das Gelände zu der Innopark Kitzingen GmbH. Ein Teilbereich ist ist öffentlich zugänglich, ein anderer ist nicht zugänglich. Einige Gebäude stehen auch heute noch leer.

BAHNHOF NÜRNBERG-ZOLLHAUS

BAHNHOF NÜRNBERG-ZOLLHAUS (1937)
Klenzestraße 11 | Nürnberg
Heute: Leerstehend | Ohne Nutzung

Der ursprüngliche Bahnhof Zollhaus wurde 1904 eröffnet und befand sich wenige hundert Meter nördlich des späteren Bahnhofs. Der von zwei Bahngleisen umschlossene ehemalige Bahnhof Zollhaus im Nürnberger Rangierbahnhofsviertel unweit von Langwasser gelegen, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt dem Dritten Reich zuzuordnen. Dieser 1937 erbaute, reine Zweckbau kam ohne die sonst übliche „Präsentationsarchitektur“ aus.

Der Bahnhof wirkt mit seiner schlichten Architektur fast schon modern. Der Bahnhof Zollhaus sollte wie auch die anderen Nürnberger Bahnhöfe die anströmenden Besucher der Reichsparteitage aufnehmen – eine Art Entlastungsbahnhof für die Bahnhöfe Dutzendteich und Märzfeld.

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Nach verschiedenen Nutzungen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (Gastronomiebetriebe, Fabriken, Übungsräume, Kiosk) steht der ehemalige Bahnhof Zollhaus leer. Von 2011-2013 standen das Gebäude und die zughörige, stark baufällige Brücke unter Denkmalschutz. Die Brücke wurde 2018 abgerissen und eine neue Brücke gebaut. Die Zukunft des alten Bahnhofs bleibt ungewiss. Das Gebäude wird in der Denkmalliste als D-5-64-000-2809 geführt.

Die Brücke wurde 2019 fertiggestellt, der Eingangsbereich auf der Brücke verändert und mit einer Metallplatte verschlossen.

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Treppe zum Bahnsteig des Bahnhofs Nürnberg-Zollhaus im Empfangsgebäude mit Wandgemälden von Karl Gries aus dem Jahr 1937
Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/User: HerrMay
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Nur über die unter mittlerweile denkmalgeschützte, aber stark baufällige Brücke konnte man zu Bahnsteigen gelangen.
Nur über die unter mittlerweile denkmalgeschützte, aber stark baufällige Brücke konnte man zu Bahnsteigen gelangen. ©2013

Neubau der Brücke

Der Verfall des Bahnhofs schreitet voran – die alte Brücke wurde mittlerweile durch eine neue ersetzt, die Bauarbeiten 2019 beendet.

Strafanstalt am Holzweiher und Trümmerbahn

Der Holzweiher im Forsthof bei Nürnberg ist nach dem Krieg durch die Aufstauung des Fischbachs entstanden. Nur Unweit davon befand sich bis Anfang der 1970er Jahre eine Strafanstalt die dort Anfang der 1950er Jahre eingerichtet wurde. Die Häftlinge mussten tagsüber in einer Baumschule, in der Fischzucht, Tierzucht oder als Waldarbeiter arbeiten. Das Gebäude und das Gelände ist heute Teil der Bayerischen Staatsforsten und war bis vor kurzem mit einem Zaun umzäunt.

Ein genaues Baujahr des Gebäudes konnte ich leider bislang nicht in Erfahrung bringen. Interessant wäre auch die Information, ob das Gebäude bereits in den 1940er Jahren existent war und eventuell im Zusammenhang mit dem in der Nähe befindlichen Kriegsgefangenenlager ‚Russenwiese‘ stand.
Mehr Infos über die Strafanstalt

Etwas weiter südlich befindet sich noch ein Ort den mal als ‚historisch‘ betrachten kann: Reste der alten Trümmerbahn, auch ‚Mollbahn‘ genannt. Durch Bombenangriffe die eigentlich ein anderes Ziel treffen sollten, wurde das Gelände im 2. Weltkrieg zu einem zerstörten Brachland dass nach dem Krieg wieder aufgeforstet wurde.
Nachdem der Platz am ‚Silberbuck‘ und ‚Föhrenbuck‘ nicht mehr ausreichten den Schutt aus der zerstörten Stadt aufzunehmen, wurden im Forsthof Schmalspurschienen verlegt, die den Schutt auf das Gelände brachten und ‚möglichst gleichmäßig und unauffällig‘ verteilt. Die Trümmerbahn fuhr zwischen 1946 und 1950.
Danach wurden die Gleise wieder demontiert und das Gelände renaturiert. Etwas abseits der Wege findet man auch heute noch die aufgeschütteten Erdwälle und die ehemaligen Trassenführungen.
Mehr Infos über die Trümmerbahn