Hochbunker

SCHWANDBUNKER

Schwandbunker
Friedrich-Ebert-Straße/Schwandstraße 1
Baujahr: 1941
Fassungsvermögen: ursprünglich 345 Plätze/788

BUNKER MÜHLTALSTRAßE

Bunker Mühltalstraße
Mühltalstraße 92b – Fürth
Baujahr: 1942
Fassungsvermögen: 250


Der am 15. März 1942 fertiggestellte Hochbunker im Fürther Stadtteil Unterfarrnbach bot Platz für 250 Menschen und war damit ein eher kleiner Schutzbunker in Fürth.

Nach Ende des Krieges versuchte man den Bunker zu sprengen und zu beseitigen. Dies misslang, lediglich das Dach stürzte ein.

Erst 1999 hauchten die Architekten der Firma Haushoch auf dem Gelände des heutigen Besitzers wieder Leben ein und bauten auf den Resten des Bunkers ein prämiertes Holz-Wohnhaus*, welches nur über eine Freitreppe zugänglich ist.

Die beeindruckenden, gesprengten Reste des Bunkers, sowie das aufgesetzte Wohnaus, kann man von den angrenzenden Straßen sehr gut erkennen.

*Quelle

RONWALDBUNKER

Ronwaldbunker
Ronwaldstraße 11 – Fürth
Baujahr: 1941
Fassungsvermögen: 1.072 Personen


Der am 25. April 1941 fertiggestellte Hochbunker, war für die angrenzende Ronwaldsiedlung errichtet worden. Die Siedlungshäuser waren ohne Keller oder Schutzräume 1932/33 fertiggestellt worden.
Der Bunker bot für 1.072 Personen Schutz. Während des Krieges wurde das Gebäude von einer Luftmine getroffen, zwei Menschen kamen ums Leben.

Nach dem Krieg diente der Ronwaldbunker als Raum für ‚unzumutbare Mieter‘ (ab 1952). Danach wurde der Bunker weiter als Katastophenschutzbunker bis 2007 aktiv gehalten.

2008 erwarb die Kommune den Bunker der dann in den Folgejahren bis 2011 zu einem Wohnaus mit 8 Wohnungen umgebaut wurde.


Mehr Informationen zu den Bunkeranlagen in Fürth bei Fürth-Wiki

KRONACHER BUNKER

Kronacher Straße 22 – Fürth
Baujahr: 1941/42
Fassungsvermögen: 901 Personen

Zweiter Weltkrieg:
Der 1942 fertiggestellte, aus Eisenbeton gebaute Hochbunker hat drei Geschosse und wurde als ‚Tarnbau‘ mit einem Treppenturmanbau errichtet, um einen kirchlichen Charakter zu bekommen. Diese aufwändige, äußere Bunkergestaltung wurde in der Regel aus Kostengründen danach nicht mehr weitergeführt. Die Außenmauern sind ca. 2m stark, der Bunker wurde nicht unterkellert. Der Bunker würde im 2. Weltkrieg nicht beschädigt, das Dachgeschoss kann nur über eine Außentreppe erreicht werden.

Kronauer Bunker im Jan. 2020

Nachkriegszeit:
Nach 1945 diente der Bunker als Notquartiere für die Bevölkerung, bzw. für Flüchtlinge aus den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reichs. Um 1950 wurden mehrere Fenster in die Außenmauern gesprengt um Tageslicht in das Gebäude zu bekommen.

© https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Datei:Kronacher_Bunker_1946.jpg

Nutzung als Atomschutzbunker:
Zwischen 1969 und 1971 wurde der Bunker dann im Zuge des ‚Kalten Krieges‘ zum Atomschutzbunker umgebaut und wurde bis 2007 tatsächlich als Bunker betrieben und regelmäßig gewartet.

Heutige Nutzung:
Ab 2019 werden die oberen Geschosse für die Sportfreunde Ronhof als ‚Fanbunker‘ umgebaut. Das Erdgeschoß bleibt als ‚Museum‘ für den Verein ‚Untergrund Fürth‘ im Zustand von 1971 erhalten.


Weitere, ausführliche Infos zu dem Gebäude gibts unter https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Kronacher_Bunker

Hochbunker ‚Wöhrd‘

Hochbunker Wöhrd/Luftschutzzentrale (1940/41)
Hirsvogelstraße
Heute: Private Nutzung/Dunkelcafé


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er große Bunkerbau im Nürnberger Stadtteil Wöhrd kann noch heute 678 Personen Platz bieten. Ein Teil des 1942 fertig gestellten Bunkers ist Teil des „Erfahrungsfelds des Sinne“ und werden als Dunkelräume genutzt. Dort kann man eine „Dunkelbar“ besuchen. Der Stadtteil Wöhrd würde während der Bombenangriffe der Alliierten besonders schwer getroffen und zerstörte den Großteil des alten Ortskerns.

HOCHBUNKER LANDGRABENSTRAßE

Hochbunker Landgrabenstraße

Der in den 40er Jahren fertigestellte Hochbunker an der Landgrabenstaße fasste ca. 1.000 Menschen und überstand sogar einen Bombenvolltreffer. Der Bunker wurde zwar 1983 als Folge des ‚Kalten Krieges‘ modernisiert und mit einem Fassadenanstrich versehen, wirkt aber trotzdem wie ein Fremdkörper in der Südstadt.
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Der Bunker wurde bis ca. 2011 von dem Museum Industriekultur als Lagerraum benutzt und war auch noch als Luftschutzraum für 1912 Menschen ausgewiesen. Die Außenwände des Gebäudes haben eine Dicke von 1,40 Metern, im Keller gar 3 Meter. Jedes Stockwerk hat eine Höhe von 2,35 Meter, die Grundfläche des komplett aus Beton gebauten Gebäudes beträgt 22,2 x 26,65 Meter, die Gesamtnutzfläche 2.765 qm.
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Der Bund bot Anfang 2013 den Bunker als ‚Wohnimmobilie‘ zum Verkauf an.
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HOCHBUNKER SPITTLERTORTURM

HOCHBUNKER SPITTLERTORTURM (1940-41)
Spittlertor
Heute nicht zugänglich/Lager

Der Spittlertorturm hat seinen Namen von dem damaligen nahgelegenen Spital St. Elisabeth und wurde ursprünglich als eckiger Turm Ende des 14 Jhdt. erbaut. Erst 1558 bekam der Turm die heutige runde Form und die „Gefechtsplattform“.

IMG_0456Im Zuge der Luftschutzbaumaßnahmen im Dritten Reich wurde auch dieser ehemalige Stadtmauerturm zu einem Luftschutzhochbunker für ca. 450 Personen ausgebaut. Der Turm überstand die schweren Bombenangriffe des 2. Weltkriegs nahezu unbeschadet.

Nach dem Krieg diente der Turm zur „Überwachung“ des nahegelegenen Rotlichtviertels und später zur Überwachung des Verkehrs am Plärrer. Heute ist der Turm Teil des Garnisonsmuseums in dem hunderte Bücher und Filme sowie einige Exponate untergebracht sind.

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(Hier eines der Exponate – ein berlebensgroßes, altarähnliches Gemälde von 1920, auf dem der Tod Soldaten in den Krieg lockt – Künstler unbekannt).

Hochbunker Grübelstraße (1941)

Nürnberg, Hochbunker Grübelstraße 30 – ‚Grübelbunker‘

Der dem Nürnberger Altstadtbild angepasste Hochbunker, der 1942 fertiggestellt wurde, fasste mehr als 600 Menschen. Ende der 90er Jahre wurde das Gebäude als Wohnhaus umbebaut. Das Stadtgebiet in dem der damalige Bunker steht, war eine der zerstörtesten Stadtteile Nürnbergs während des 2. Weltkriegs. Nur wenige Gebäude überstanden die Bombenangriffe der englischen und amerikanischen Bomberstaffeln.

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Hochbunker Bleiweiß (1941)

Vordere Bleiweißstraße, 90461 Nürnberg
Baujahr 1941 – Nutzung ab 1942
Ehemaliges Fassungsvermögen: 1.100 Personen

Einer der außergewöhnlichsten Hochbunker Nürnbergs findet man im Nürnberger Stadtteil Bleiweiß im Süden von Nürnberg: den Bleiweißbunker.

Der Bunker wurde durch eine außergewöhnliche Fassadenmalerei des Nürnberger Künstlers Wolfgang Harms 1987 zu einem Kunstwerk umgestaltet. (Homepage von Wolfang Harms) Das Gebäude wirkte fast wie eine Trutzburg. 1016 Menschen fanden hier im 2. Weltkrieg gegen den Bombenhagel Schutz.

Der ehemalige Bleiweißbunker: Oktober 2005

Die Räumlichkeiten wurden bis zum Umbau von der Stadt Nürnberg und einer Jugendorganisation als Lagerraum benutzt. Ein Inhaber einer Gerüstbaufirma ersteigerte 2013 das Gebäude. Die ursprünglichen Pläne den Bunker komplett in Wohnungen umzuwandeln wurden von der Stadt Nürnberg vereitelt – der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder ist in diesem Stadtteil zu hoch. So entstand ab 2018 ein Kinderhort, sowie eine Wohnung unter dem Dach für den Eigentümer. Die Fassadenmalerei von Wolfgang Harms konnte nicht erhalten werden.

Der ehemalige Bleiweißbunker August 2019