Fliegerhorst Unterschlauersbach

Fliegerhorst Unterschlauersbach
Geheimbezeichnung ‚U-Bach‘
In Betrieb von 1934-1945

Das Gelände zwischen Ansbach und Nürnberg auf einer Hochebene gelegen, war bis 1934 in landwirtschaftlicher Nutzung. Die benötigte Fläche wurde gegen eine Pachtzahlung zwangsenteignet. Der Fliegerhorst diente hauptsächlich zur Ausbildung von Piloten, aber es wurde in den 40er Jahren auch eine Fertigungskontrolle von Flugzeugen durchgeführt. Insgesamt entstanden 20 Baracken für die Mannschaften, Benzinlager, Tankstellen, diverse Funktionsgebäude, Bunker, Unterstände und sogar Flugzeugwerften. Der Badeteich des Ortes wurde zum Löschwasserbecken ausbetoniert und wurde in der Nachkriegszeit zum Naturbad. Der damalige noch existente Bahnhof wurde auf vier Gleise ausgebaut, da die Versorgung des Fliegerhorsts hauptsächlich mit der Bahn durchgeführt wurde.

Quelle: https://www.grosshabersdorf.de/showpicsizedclick.php?imageshow=2190&picnr=9


Nach Stilllegung der Bahnstrecke in den 80er Jahren wurden die Gleise 1986 demontiert. Es gibt keinerlei Hinweise mehr auf einen Bahnhof Großhabersdorf. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände mehrfach bombardiert und am 04. April 1945 komplett zerstört. Kurz vor dem Eintreffen der US-Army wurden die verbliebenen Gebäude von der Wehrmacht gesprengt.

Heute sind fast alle Spuren auf den Flugplatz verschwunden. Die Stützmauern der Flugzeugwerften mussten einem Industriegebiet weichen und der Flugplatz selbst wird heute wieder landwirtschaftlich genutzt. Zudem befinden sich Windkraftanlagen auf dem Areal. Lediglich eine Baumreihe mit aufgelassenen Bunkern, ein hinter Gebüschen versteckter Bunker und ein großer Tank geben Hinweise auf eine militärische Nutzung. Zudem wurden wohl einige Schrebergartenhäuschen wurden auf Fundamenten der Anlage gebaut.

Durch eine schmale Treppe gelangt man ins Innere des vielleicht 20qm großen Bunkers. Der Raum ist – wie zu erwarten war – leider komplett vermüllt, die Wände verschmiert und interessante Originalbestandteile kaum zu erkennen.

Sehr gut erkennbar ist inmitten eines Felds ein großer Tank mit schwerer Eisenplatte. Darunter befindet sich eine Leiter die in den Tank führt, der zum Teil mit – vermutlich – Wasser gefüllt ist.

Etwas außerhalb des damaligen Flugplatzes befinden sich noch Reste von aufgelassenen Munitionsbunkern.

Mehr Infos und Quellen:
http://unterschlauersbach.eu/Fliegerhorst-im-2-Weltkrieg/
https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Unterschlauersbach
Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945 von Jürgen Zapf – Band 8 – Bayern

Transformatorenhaus

An der Kreuzung Stiftungsstraße/Hardstraße in Fürth wurde 1938 ein zweigeschossiges Transformatorenhaus mit Walmdach und Sandsteinsockel errichtet. Besonders auffällig ist die Sandsteinplastik mit zwei Figuren, die über dem Eingansportal angebraucht sind. Die beiden als Torso dargestellten männlichen Figuren sind jeweils mit einem Blitz und einer Glühbirne ausgestattet, die vermutlich ‚Energie‘ und ‚Strom‘ darstellen sollen.

DAS DOGGERWERK – INNENAUFNAHMEN 1976

Zu allgemeinen Infos zum Doggerwerk/Doggerstollen hier klicken.

Ende 2019 bekam ich eine Mail eines Nürnberger Bürgers, der mir Aufnahmen aus dem Inneren des Doggerstollen aus dem Jahre 1976 anbot. Herr E. war damals mit einem Kollegen in den schon vermauerten Eingang E, bzw. in einen darüber liegenden Schacht eingestiegen. Mit einer Strickleiter gelangten sie in den Gang hinter Eingang E.

Um die Gänge auszuleuchten, verwendeten sie zum Teil eine Autobatterie um Strom für ihre Strahler zu bekommen. Insgesamt dreimal durchforsteten sie die ausgebauten und auch die zum Teil noch nicht ausgebauten Stollen des Doggerwerks – dabei entstanden diese einmaligen Fotos.

Herr E. konnte sich noch ziemlich gut an das – nicht ganz ungefährliche – Abenteuer erinnern und so konnten die meisten der Fotos zumindest ungefähr im Stollensystem von dem Hobbyfotografen verortet werden.
Dennoch sind die Ortsangaben natürlich nicht verbindlich.

Ich möchte mich in diesem Zuge noch einmal ganz herzlich bei Herrn E. für den sehr netten und entgegenkommenden Kontakt und natürlich für die Überlassung der einmaligen Aufnahmen bedanken!