Militär- und Parteibauten

GÄSTEHAUS DER NSDAP

Gästehaus der NSDAP (1935/36)
Bahnhofsplatz 3/Gleißbühlstraße
Heute: Umbau zu einem Hotel

Innerhalb von nur sieben Monaten wurde dieses Großhotel für die Ehrengäste der NSDAP während der Reichsparteitage neben dem schon bestehenden Grand Hotel errichtet. Die Sandsteinverblendung wurde allerdings erst später fertiggestellt. Der Dachbereich ist nicht mehr original erhalten. Nach dem Krieg wurde das Hotel für die Anwälte und Richter der Nürnberger Prozesse von der amerikanischen Militärregierung verwendet und dann als „American Bavarian Hotel“ genutzt. Auf der Rückseite des Gebäudes kann man noch einige amerikanische Beschriftungen entdecken.

1996 wurde der Bau in ein Appartment-Wohnhaus mit Gastronomie im Eingangsbereich umfunktioniert und stand mit kurzfristigen Unterbrechungen seit ca. 2003 leer. Dringend nötige, umfangreiche Sanierungen hielten Investoren trotz zentraler Lage lange Zeit davon ab sich dem Gebäude anzunehmen.

Mittlerweile wird das ehemalige Gästehaus der NSDAP, indem u.a. Hermann Göring während der Reichsparteitage in einer eigenen Suite nächtigte, zu einem Hotel der Kette Park Plaza saniert und umgebaut. Die Eröffnung ist für Anfang 2016 geplant.

Bericht der NN

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OFFIZIERSMESSE BUCHENBÜHL

OFFIZIERSMESSE BUCHENBÜHL (1937)
Rathsbergstraße 300 | 90411 Nürnberg
Heute: Jugendhotel Nürnbergbuchenbuehl_offizierskasino_IMG_0959 buchenbuehl_offizierskasino_IMG_0969 buchenbuehl_offizierskasino_IMG_0970 buchenbuehl_offizierskasino_IMG_0983Der eingeschossige Bau mit zwei Flügeln hat ein Satteldach, Sichtfachwerkgiebel und wurde im ‚Heimatstil‘ erbaut. Das Gebäude war Teil eines Luftnachrichtenlagers (Offiziersgebäude).

Möglicherweise Fundamente und Reste von weiteren Gebäuden von militärischen Bauten unweit des Offizierskasinos.

Möglicherweise Fundamente und Reste von weiteren Gebäuden von militärischen Bauten unweit des Offizierskasinos.

FRANZ-KÖHL-TURM

FRANZ-KÖHL-TURM (1936)
Reichswald (geographische Lage)
Heute: zugänglich im Reichswald

Die Wehrmacht hatte im Forst Tennlohe im Sebalder Reichwald einen Truppenübungsplatz angelegt. Der 1936 errichtet Aussichtsturm diente zur Überwachung der Schießübungen am Dornberg und am Gründlacher Berg. Die an dem sieben Meter hohen Turm war ursprünglich angebrachte Leiter wurde mittlerweile aus Sicherheitsgründen entfernt. Franz Köhl war ein Hauptmann während des ersten Weltkriegs in Südwestafrika. Ein Teil des Truppenübungsplatzes wurde bis 1993 von der US Army genutzt.

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Aufnahme von 2006

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Aufnahme von 2006

LUFTGAUKOMMANDO XIII

LUFTGAUKOMMANDO XIII (1937-1938)
Schafhofstraße
Heute: Wohnheim

Ursprünglich war für die Verwaltugsgebäude des Luftgaukommandos ein großer Komplex mit vielen Gebäuden im ländlichen Fachwerkstil vorgesehen. Dies wurde aber nur zum Teil verwirklicht. Das Gebäude enthält typische Elemente der NS-Architektur, wie die Rundbögen im Eingangsbereich oder der von Säulen getragene Vorbau des Nebeneingangs.

Das Luftgau-Kommando XIII wurde 1937 augestellt und existierte bis 1941.luftgaukommando1 luftgaukommando2 luftgaukommando3 luftgaukommando5 luftgaukommando6 luftgaukommando7 luftgaukommando8

NSDAP-GAUHAUS

NSDAP-GAUHAUS (1935-37)
Marienplatz 5
Heute: Verwaltung Nürnberger Nachrichten

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Architekt des Gebäudes war Franz Ruff, an der rückseitigen Fassade befindet sich sich ein Herkulesrelief von Wilhelm-Nida-Rümelin.

Die Stadt Nürnberg nahm den 50. Geburtstag des fränkischen Gauleiters Julius Streicher zum Anlass dem umstrittenen „Frankenführer“ ein Grundstück zu schenken. Hierauf entstand in den Folgejahren das NSDAP-Gauhaus. Ein repräsentativer zweistöckiger Bau mit Reichsadler an der Vorderseite und mytischem Relief an der Rückfassade. Die Einweihung erfolgte im Februar 1937. Seit 1949 ist das gut erhaltene, bzw. wieder aufgebaute Gebäude Sitz der lokalen Nachrichtenverwaltung der Verlagsleitung des „Verlag Nürnberger Presse“ sowie die Anzeigenabteilung der „NN“, dessen Symbol“ an der Stelle des ehemaligen Reichsadlers prangt.

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LUFTSCHUTZSCHULE ‚HERMANN GÖRING‘

LUFTSCHUTZSCHULE HERMANN GÖRING (1936)
Ostendstraße 122
Heute: Mittlerweile komplett abgetragen, heute ParkplatzIMG_0649 IMG_0650 Kopie IMG_0652 IMG_0653 IMG_0654 IMG_0655
In diesem Gebäude ab Juni 1936 wurden Luftschutzwarte ausgebildet – die erste Einrichtung dieser Art in Bayern. Neben Übernachtungs- und Schulungsräumen, Speisaal und weiteren Räumen gab es im Dachgeschoss auch eine Kriechstrecke. Das Gebäude wurde bis vor kurzem von THW-Ortsgruppe Nürnberg-Nord verwendet.

SS-Kaserne

SS-Kaserne (1937-39)
Frankenstraße 210 | Nürnberg
Heute: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Die Bauarbeiten an der ehemalige SS-Kaserne an der Frankenstraße begannen am 20. Oktober 1937 und sollten zum Reichsparteitag 1938 abgeschlossen sein. Für den Bau der Kaserne mussten Firmen verschwinden, Bahngleise demontiert werden und sogar die Straßenbahnlinie unterirdisch verlegt werden (siehe Unterführung). Tatsächlich wurde das Gebäude nach großen verwaltungstechnischen Schwierigkeiten sowie Kompetenzstreitereien am 2. Juni 1939 eingeweiht.

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Die Kaserne wurde von den National-sozialisten als „Einfallstor zum Reichsparteitagsgelände“ bezeichnet, obwohl das Gebäude nicht in unmittelbarer Nähe des RPT-Geländes liegt und die Kaserne bis 1936 in den Planungen nicht vor kam. Neben dem großen Hauptgebäude mit zwei Seitenflügeln mit Innenhof, wurde ein großer Exerzierplatz und weitere Nebengebäude angelegt. In der Kaserne wurde Funker ausgebildet, die z. T. auch eine eigene Einheit, die SS-Nachrichten Ersatzabteilung bildeten. Später kamen auch Polizeibeamte, die 1942/43 dann zur „Polizei-Division-Nachrichten Abteilung“ in der Waffen-SS zusammengeführt wurden in die Kaserne.

1941 wurde die Kaserne auch als KZ-Außenlager Dachau und 1943 als KZ-Außenlager Flossenbürg genutzt. Die KZ-Häftlinge mussen Bauarbeiten auf dem Gelände verrichten, Bomben entschärfen und Bombenschäden beseitigen. Die Häftlinge wurden teilweise auch an Nürnberger Firmen zu Bauarbeiten verliehen. Der letzte Leidensweg der KZ-Häftlinge führte sie 1945 wieder zu Fuß nach Dachau zurück. SS-Kaserne-04SS-Kaserne-03

Rückansicht der ehemaligen SS-Kaserne

Rückansicht der ehemaligen SS-Kaserne

Am 18. April 1945 mussten sich die letzten SS-Einheiten der amerikanischen Armee geschlagen geben. In den nachfolgenden Jahren bis 1947 wurden in den „Merrell Barracks“, wie die Kaserrne fortan hieß, die sogenannten „Displaced Persons“ (DPs) untergebracht – Zwangsarbeiter aus ganz Europa die nicht sofort in ihre Heimatländer zurückkehren konnten oder wollten. So lebten im September 1945 noch über 5.000 DPs in dem Gebäude. Erst 1948 wurde die Kaserne komplett von der US-Armee übernommen.

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Im September 1992 wurden die „Merrell Barracks“ der Stadt Nürnberg, bzw. der Bundesrepublik Deutschland wieder übergeben. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen zog im Dez. 1996 das ‚Bundesamt zur Anerkennung ausländischer Flüchtlinge‘ in das Hauptgebäude ein. Einige Nebengebäude wurden abgerissen, andere bis heute als Kunstverein oder Veranstaltungsort (Z-Bau) genutzt. Ein Teilbereich der ehemaligen Kaserne (Kasino & Anbau) die nicht Teil des Bundesamtes sind, werden zur Zeit renoviert – es ensteht das Kunst- und Kulturzentrum ‚Z-Bau‘.
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Innenansicht des 'Z-Baus' während der Umbauphase 2014

Innenansicht des ‚Z-Baus‘ während der Umbauphase 2014

Eingangsbereich zum Kulturzentrum Z-Bau

Eingangsbereich zum Kulturzentrum Z-Bau