DAS DOGGERWERK – INNENAUFNAHMEN 1976

Zu allgemeinen Infos zum Doggerwerk/Doggerstollen hier klicken.

Ende 2019 bekam ich eine Mail eines Nürnberger Bürgers, der mir Aufnahmen aus dem Inneren des Doggerstollen aus dem Jahre 1976 anbot. Herr E. war damals mit einem Kollegen in den schon vermauerten Eingang E, bzw. in einen darüber liegenden Schacht eingestiegen. Mit einer Strickleiter gelangten sie in den Gang hinter Eingang E.

Um die Gänge auszuleuchten, verwendeten sie zum Teil eine Autobatterie um Strom für ihre Strahler zu bekommen. Insgesamt dreimal durchforsteten sie die ausgebauten und auch die zum Teil noch nicht ausgebauten Stollen des Doggerwerks – dabei entstanden diese einmaligen Fotos.

Herr E. konnte sich noch ziemlich gut an das – nicht ganz ungefährliche – Abenteuer erinnern und so konnten die meisten der Fotos zumindest ungefähr im Stollensystem von dem Hobbyfotografen verortet werden.
Dennoch sind die Ortsangaben natürlich nicht verbindlich.

Ich möchte mich in diesem Zuge noch einmal ganz herzlich bei Herrn E. für den sehr netten und entgegenkommenden Kontakt und natürlich für die Überlassung der einmaligen Aufnahmen bedanken!





ABTEI MÜNSTERSCHWARZACH

Abtei Münsterschwarzach
Baujahr: 1935-38
Schweinfurter Str. 40
97359 Schwarzach am Main
Website
Mehr Infos bei Wikipedia

Die Geschichte des Benediktinerklosters in Unterfranken geht bis in das Jahr 780 zurück, als es als Eigenkloster der Karolinger diente. Die Ursprungskirche wurde in den nächsten Jahrhunderten mehrfach zerstört und wieder auf- und umgebaut.
In der Zeit des Barock entstand die dritte Abteikirche des Klosters. Durch die Säkularisation wurde die Klosterkirche verkauft – der Verfall begann –nicht zuletzt durch Blitzeinschlag und Brand.

Erst 1914 wurden Teile der Kirche wieder neu ausgebaut und zwischen 1935 und 1938 bekam die Abteikirche mit den vier Türmen ihr heutiges Erscheinungsbild.
Der Kirche ist der größte in der NS-Zeit errichtete Kirchenbau im damaligen Deutschen Reich. Während des ‚Kirchensturms‘ wurde das Kloster Mitte 1941 von den Nationalsozialisten geschlossen und als Lazarett genutzt. Die Wiedereröffnung erfolgte im Sommer 1945 nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Zwangsarbeit in altem Bierkeller

Ort: Oberfranken
Privatbesitz, deswegen keine Ortsangabe.

In diesem alten Sandstein-Bierkeller aus dem 18. Jahrhundert wurden nach meinen bisherigen Informationen elektronische Kleinteile für ein ursprünglich Spielzeuge herstellende Nürnberger Firma hergestellt, die für die Rüstungsproduktion vorgesehen waren. Ab Mitte/Ende 1942-1945 soll die Anlage in Betrieb gewesen sein.

Eine Inschrift mit einem P in einer Raute (Kennzeichnung für polnische Zwangarbeiter ab März 1940) lässt darauf schließen, dass hier auch polnische ‚Fremdarbeiter‘ eingesetzt waren.

Weitere Quellen sprechen von Augenzeugenberichten die besagen, dass die Keller auch als Luftschutzbunker benutzt wurden.

Nähere Informationen hoffe ich bald in Erfahrung zu bekommen.