Öffentliche Gebäude

Der Mutterbrunnen in Fürth

Ab 1937 entstand entlang der Wehlaustraße eine städtische Wohnsiedlung mit 166 einfachen Volkswohnungen. Das Wohngebiet entstand zwischen der früheren Flugplatzbahn und der Bahnlinie Bamberg-Nürnberg im Nordwesten von Fürth.

Der Mutterbrunnen, der ursprünglich eine Mutter mit Kind zeigte (Foto) und von Josef Zeitler 1939 gefertigt wurde, überstand den zweiten Weltkrieg nicht. Entweder durch einen Bombenangriff oder durch Vandalismus wurde die Figur zerstört und nicht wieder aufgebaut sondern 1948 mit einem neuen – dem heutigen Erscheinungsbild versehen.

Ausführliche Information zu dem Mutterbrunnen gibt es hier:
Informationen zur Wehlaustraße gibt es hier:

HAUPTPOSTAMT

Hauptpostamt (1931-1935)
Am Bahnhofsplatz 1
Heute: Postfiliale | leerstehend | Abriss 2018

Bereits 1861 stand auf dem Gelände das erste Postgebäude welches dann 1914 mit einem ‚Rundbau‘ erweitert, aber erst 1924 fertigestellt wurde.1931 ersetzte der sogenannte ‚Kopfbau‘ das alte Bauwerk im Stile der Neuen Sachlichkeit, welches ein Stahlkelett als Grundgerüst erhielt. Architekt war Max Kälberer.

Frankens ‚Gauleiter‘ Julius Streicher ließ 1933, nach der Machtübernahme der NSDAP im Nürnberger Stadtrat die Pläne zugunsten von Arkaden im Erdgeschoss und eines Walmdaches ändern und überwarf die streng kubistischen Pläne Kälberers. Von 1935 bis 1994 wurde die Nürnberger Post dort sortiert und dann ausgetragen. Das im 2. Weltkrieg beschädigte Gebäude wurde bereits 1947 leicht verändert wieder aufgebaut.

Nach dem Erwerb des Komplexes durch einen Investor im Jahr 2014 wurde bekanngegeben, dass der unter Denkmalschutz stehende alte Rundbau bis auf die Außenfassade und die Treppenhäuser kernsaniert werden soll und der markante ‚Kopfbau‘ direkt am Bahnhof wohl einem Neubau weichen muss. Eine Online-Petition für den Erhalt des Gebäudes scheiterte 2015 mangels Beteiligung. So scheint das Schicksal des Gebäudes besiegelt zu sein.
Bericht in den NN 7/2015
• Infos der Stadtbild Initiative Nürnberg

Update 2018: Mittlerweile wird das Gebäude abgerissen, das alte Postgebäude aus den 20er Jahren soll rudimentär bestehen bleiben, der markante ‚Kopfbau‘ allerdings wird schon in wenigen Tage Geschichte sein.