Sakralbauten

LUTHERKIRCHE HASENBUCK

Lutherkirche Hasenbuck (1936/37)
Südtiroler Platz 20
Heute: In gleicher Nutzung

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Regierungbaumeister Max Kälberer entwarf die Kirche auf dem Hasenbuck die im 1936 Richtfest feierte.Trotz unfertigen Innenausbaus wurde die Kirche bereits im Juli 1937 geweiht.

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Die letzten Arbeiten an dem großen Freskogemälde wurden September 1937 abgeschlossen. Das Taufbecken sowie das Kruzifix auf dem hölzernen Holzkreuz stammen von dem Bildhauer Hanns Leo Albert, die originale Orgel wurde durch eine neue ersetzt.

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Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, die Renovierungsarbeiten kontten erst 1952 abschließend behoben werden.

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PFARRKIRCHE ST. MARTIN

Pfarrkirche St. Martin (1934-1935)
Rollnerstraße/Grolandstraße
Heute: In gleicher Nutzung

St. Martin, Rollnerstraße

St. Martin, Rollnerstraße

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Bereits 1917 wurde an der Rollnerstraße eine Notkirche errichtet und 1922 zur Pfarrei erhoben. St. Martin wurde Mitte der Zwanziger Jahre zu einer kompletten Pfarranlage ausgebaut. 1934 wurde dann die eigentlich Kirche St. Martin fertiggestellt und die Notkirche wieder abgetragen.

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Anbau mit Gedenkort für die Opfer der Weltkriege

Anbau mit Gedenkort für die Opfer der Weltkriege

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Bereits neun Jahre nach dem Bau der römisch-katholischen Kirche wurde sie 1943 schwer beschädigt und 1948 in veränderter, vereinfachter Form wieder aufgebaut. Der Innenraum der denkmalgeschütztn Kirche wurde 1980 und 2010 neu gestaltet und modernisiert.

Der neugestaltete Innenraum der Kirch

Der neugestaltete Innenraum der Kirch

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Weiterführender Link zu alten Fotos: http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/pfarreien/dekanate/nuernberg/st_martin_nuernberg/gemeinde/kirche/alte_bilder.html

REFORMATIONS-GEDÄCHTNISKIRCHE

Reformations-Gedächtniskirche (1934/35)
Berliner Platz 11
Heute: Gleiche Nutzung

IMG_6573Schon 1911 wurde das Gelände am Berliner Platz für das Reformations-Jubiläum zur Errichtung einer Kirche vom Kirchenbauverein erworben.

1917 wurde eine Kapelle errichtet die jedoch 1921 schon wieder abgerissen wurde. Erst 1934/35 kam es nach einer Ausschreibung zu dem grössten Kirchenbau der NS-Zeit in Nürnberg.

f27362608 f27499568 f27628912 f28808112 f29011888Ein Blick in Innere der mächtigen Kirche ist sehr lohnenswert.

f55754352 f55859952 f55966384 f56230000 f67468720Unweit der Reformations-Gedächtniskirche Maxfeld wurde 1938 ein Gemeindehaus errichtet.

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KATHARIENKLOSTER

Katharienkloster (Ruine) (1297)
Heute: Veranstaltungsort für Konzerte

Seit 1970/71 ist die Ruine des ehemaligen Katharienklosters ein Mahnmal gegen die furchtbaren Zerstörungen während des 2. Weltkrieges. Durch die besondere Akkustik in dem Klostertorso ist die Katharienruine zu einem beliebten Konzertort geworden (z. B. während des Bardentreffens).

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Die 1297 eingeweihte Klosterkirche bestand bis 1596 als sie durch die evangelische Reformation als Kloster aufgelöst wurde. In den folgenden Jahrhunderten war sie Versammlungsraum für die Nürnberger Meistersinger, Kultur- und Versamlungsort und Ausstellungsort für die von den Nationalsozialisten zurückgeholten ‚Reichskleinodien‘ die hier zeitweise ausgestellt wurden.

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SYNAGOGE IN DER ESSENWEINSTRAßE

Synagoge in der Essenweinstraße (1903-1938)
Essenweinstraße
Heute: Zerstört – Gedenkstein

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Die Geschichte der Judenverfolgung machte auch vor Nürnberg nicht halt. Ab 1499 war Juden das Betreten der Stadt zum Handel treiben nur gegen Entrichtung eines Leibzolls und unter strengen Kontrollen gestattet.

Dies änderte sich erst 1850, als sich die ersten Jüdischen Bürger wieder im Nürnberger Stadtgebiet ansiedeln konnten. Ab 1862 gab es die erste jüdische Gemeinde die auch einen eigenen Friedhof erwerben konnte.

Nach Errichtung der Haupsynagoge am Hans-Sachs-Platz, wurde 1902 die zweite Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft Addas Isroel an der Essenweinstraße errichtet. Diese Synagoge wurde für die kleinere, orthodoxe Geimeinde errichtet, deren Mitglieder hauptsächlich aus Osteuropa (Galizien, Rumänien, Ungarn) stammten.

Während der Reichsprogromnacht am 8./9.11.1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung von SA-Männern zerstört.

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50 Jahre später, am 9.11.1988 wurde das heutige Denkmal an der Essenweinstraße eingeweiht.

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SYNAGOGE AM HANS-SACHS-PLATZ

Synagoge am Hans-Sachs-Platz (1874-1938)

Spitalbrücke/Hans-Sachs-Platz
Heute: Gedenkort

Foto: Ferdinand Schmidt

Foto: Ferdinand Schmidt

Die Nürnberger Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz wurde nach Plänen des Stuttgarter Architekten Adolf Wolff 1874 errichtet und war für den Großteil der Nürnberger Juden gedacht.

So lebten 1933 etwa 7500 Juden im Nürnberger Stadtgebiet – ca. 85% gehörten der Gemeinde am Hans-Sachs-Platz an. Im Gegensatz zur kleineren Synagoge an der Essenweinstraße wurde die Hauptsynagoge nicht in der Reichsprogromnacht zerstört, sondern bereits im August 1938.

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Grundlage für den Abbruch des großen Gotteshauses waren eine Verfügung „über die Neugestaltung der Stadt der Reichsparteitage“ vom 27.07.1938.

Der Gedenkstein am damaligen Standort der Synagoge wurde am 7. August 1988 eingeweiht.

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Neben der Gedenkstätte befindet sich eine Gedenktafel für Leo Katzenberger, einem jüdischen Unternehmer, dem seine angebliche Liaison mit einem Nürnberger Mädchen zum Verhängnis wurde.

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Leo Katzenberger wurde im März 1942 zum Tode verurteilt und am 3. Juni 1942 Wochen später in München hingerichtet.

Weiterführender Link:
http://www.alemannia-judaica.de/nuernberg_synagoge.htm

LEICHENHAUS ST. ROCHUS-FRIEDHOF

Leichenhaus, St. Rochus-Friedhof (1938/39)

Der infolge der Pestepedimie 1517/18 eingeweite Rochusfriedhof erfolgte Jahr 1519 und diente als Friedhof für den Kirchhof St. Lorenz. 1521 erfolgte der Bau der Rochuskappelle, die durch die bekannte Nürnberger Patrizierfamilie Imhoff errichtet wurde.

Auch der  Rochusfriedhof überstand den 2. Weltkrieg nicht unbeschadet – so auch die zuletzt 1939 fertiggestellte Leichenhalle die 1944 total zerstört und 1959/60 wieder aufgebaut wurde.

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Melanchthonkirche in Nürnberg-Ziegelstein

Melanchthonkirche (1938-1940)
Angerburgerstraße 12, Nürnberg-Ziegelstein
Heute: Gleiche Nutzung

Wegen des nahegelegenen Flugplatzes gestalteteten sich die bereits 1936 begonnenen Planung schwierig. So musste man auf einen hohen Kirchturm verzichten. Die Ausführung der evangelisch-lutherischen Kirche wurde mit unverputztem Ziegelmauerwerk verwirklicht. Architekt war der von den Nationalsozialisten geschätzte und hochdekorierte German Bestelmeyer.
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Synagoge Esseinweinstraße (1902)

Esseinweinstraße

Die Geschichte der Judenverfolgung machte auch vor Nürnberg nicht halt. Ab 1499 war Juden das Betreten der Stadt zum Handel treiben nur gegen Entrichtung eines Leibzolls und unter strengen Kontrollen gestattet. Dies änderte sich erst 1850, als sich die ersten Jüdischen Bürger wieder im Nürnberger Stadtgebiet ansiedeln konnten. Ab 1862 gab es die erste jüdische Gemeinde die auch einen eigenen Friedhof erwerben konnte.


Foto: By Unknown, reproduction of photograph from 1900 or earlier

Nach Errichtung der Haupsynagoge am Hans-Sachs-Platz, wurde 1902 die zweite Synagoge der Religionsgemeinschaft Adas Israel an der Essenweinstraße errichtet. Diese Synagoge wurde für die kleinere, orthodoxe Geimeinde errichtet, deren Mitglieder hauptsächlich aus Osteuropa (Galizien, Rumänien, Ungarn) stammten.

Während der Reichsprogromnacht am 8./9.11.1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung von SA-Männern zerstört. 50 Jahre später, am 9.11.1988 wurde das heutige Denkmal an der Essenweinstraße eingeweiht.