Verkehrsbauten

FAHRLEITUNGSMEISTEREI

FAHRLEITUNGSMEISTEREI (1935/36)
Sandtraße 44
Heute: Restaurant

Bauherr des Gebäudes in der Nähe des Verkehrsmuseums war die Bauabteilung der Reichsbahndirektion Nürnberg.
Im Jahr 2005 wurde das Gebäude fast vollständig renoviert und war bis vor einigen Jahren von der Bahn in Nutzung. Mittlerweile wird ein Teil des Gebäudes als Restaurant verwendet.

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

Das Gebäude vor der Renovierung 2004

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2015

2015

2015

2015

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BAHNBETRIEBSWERK NÜRNBERG WEST

BAHNBETRIEBSWERK NÜRNBERG WEST
Austraße | Nürnber-Gostenhof
Heute: Stillgelegt | NIcht zugänglich

Bereits 1869 wurde mit dem Bau einer Centralwerkstätte in Gostenhof, direkt an der Strecke nach Fürth begonnen, die 1875 fertiggestellt wurde. Aufgabe war die Instandhaltung der Personen- und Güterwagen. In den Zwanziger Jahren änderte sich die Aufgabenverteilung zugunsten der Revisonen von Dampfloks und Reizezugwagen.

1934 wurde das Werk durch Hallen für Elektrolokomotiven und Elektrotriebwagen erweitert – 1936 wurde zuslätzlich noch ein Heizkraftwerk auf dem Gelände errichtet.

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BAHNHOF NÜRNBERG-MÄRZFELD

BAHNHOF NÜRNBERG-MÄRZFELD (1937-1939)
Thomas-Mann-Straße
Heute: Stillgelegt | Nicht zugänglich

Der nie vollständig ausgeführte Bahnhof Märzfeld im heutigen Nürnberger Stadtteil Langwasser wurde 1938 in Betrieb genommen. Er diente ursprünglich zur Aufnahme der Gäste, bzw. Teilnehmer der Reichsparteitage, da der Bahnhof in unmittelbarer Nähe zu den barackenlagern der NS-Organisationen errichtet wurde.

Den damaligen Bahnhof erreichte man durch zwei Zugangstunnel. Der nördliche Tunnel dient bis heute als Unterführung durch die Gleisanlagen, die direkten Zugänge sind mittlerweile allerdings zugemauert oder mit Gittern verschlossen. Der südliche Zugang ist komplett zugemauert.

Nach Kriegsbeginn 1939 und der Einstellung der Reichsparteitage änderte sich die Funktion des Bahnhofs. Nun diente dieser hauptsächlich zum An- und Abtransport von Kriegsgefangenen, die nun auf dem ehemaligen Lagergelände  untergebracht wurden (heutiger Stadtteil Langwasser).

Zwischen dem 29.11.1941 und dem 25.04.1942 wurden hier über 2.000 jüdische Menschen in mehreren Transporten aus Nürnberg und Umgebung in Arbeits- und Vernichtungslager gebracht. Lediglich 72 Menschen überlebten den Holocaust.
Verantwortlich für die Deportationen war der Nürnberger Polizeipräsident SS-Brigadeführer Dr. Benno Martin.

Erst 1957 wurde die Station in ‚Bahnhof Langwasser‘ umbenannt und 1988 der Personenverkehr an diesem Standort eingestellt. Eine Infotafel des Informationsystems Reichsparteitagsgelände ist mittlerweile am Nordtunnel zum Gedenken an die Opfer angebracht worden.

STRAßENBAHNUNTERFÜHRUNG ALLERSBERGERSTRASSE

STRAßENBAHNUNTERFÜHRUNG ALLERSBERGERSRASSE (1934)
Allersbergerstraße
Heute: In gleicher Nutzung

Um eine störungsfreie Streckenführung der Straßenbahnen zu den Reichsparteitaen zu garantieren (Durch Marschkolonnen wurde der Straßenbahnverkehr während der RPT immer wieder gestört), wurde ab 1936 eine Brücke über die Allersbergersraße errichtet. Bereits zwei Jahre später wurde diese aufgrund des Baus der riesigen SS-Kaserne zugunsten einer ‚Unterpflasterstrecke‘ wieder abgebrochen. Hitler persönlich soll sich für einen ‚besseren Blick‘ auf das Kasernengebäude eingesetzt haben. _MG_2656 _MG_2679Pünktlich zu den Reichsparteitagen wurde dieser neue Streckenbaschnitt  im September 1938 in Betrieb genommen wurde.

BAHNHOF NÜRNBERG-ZOLLHAUS

BAHNHOF NÜRNBERG-ZOLLHAUS (1937)
Klenzestraße 11 | Nürnberg
Heute: Leerstehend | Ohne Nutzung

Der ursprüngliche Bahnhof Zollhaus wurde 1904 eröffnet und befand sich wenige hundert Meter nördlich des späteren Bahnhofs. Der von zwei Bahngleisen umschlossene ehemalige Bahnhof Zollhaus im Nürnberger Rangierbahnhofsviertel unweit von Langwasser gelegen, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt dem Dritten Reich zuzuordnen. Dieser 1937 erbaute, reine Zweckbau kam ohne die sonst übliche „Präsentationsarchitektur“ aus.
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Der Banhof wirkt mit seiner schlichten Architektur fast schon modern. Der Bahnhof Zollhaus sollte wie auch die anderen Nürnberger Bahnhöfe die anströmenden Besucher der Reichsparteitage aufnehmen – eine Art Entlastungsbahnhof für die Bahnhöfe Dutzendteich und Märzfeld.

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Nach verschiedenen Nutzungen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (Gastronomiebetriebe, Fabriken, Übungsräume, Kiosk) steht der ehemalige Bahnhof Zollhaus leer. Seit 2011 stehen das Gebäude und die zughörige, stark baufällige Brücke unter Denkmalschutz.
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Nur über die unter mittlerweile denkmalgeschützte, aber stark baufällige Brücke konnte man zu Bahnsteigen gelangen.

Nur über die unter mittlerweile denkmalgeschützte, aber stark baufällige Brücke konnte man zu Bahnsteigen gelangen.

BAHNHOF NÜRNBERG-DUTZENDTEICH

BAHNHOF NÜRNBERG-DUTZENDTEICH (1934-36)
Zeppelinstraße 5 | 90471 Nürnberg
Heute: Gaststatte ‚Bahnhof Dutzendteich‘

BF-Dutzenteich-neuSpeziell für die Reichsparteitage wurde dieser alte Bahnhof (1871) in den  Jahren 1934-1936 umgebaut. Hierbei wurden Unterführungen z.T. mit direktem Zugang zur Zeppelintribüne und 400m lange überdachte Bahnsteige angelegt, sowie das Hauptgebäude umgebaut.

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Die Bahnsteige wurden in den 90er Jahren im Zuge eines zweiten Umbaus komplett abgetragen, es entstand in unmittelbarer Nähe der neue S-Bahnhof Dutzendteich.
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Das heute unter Denkmalschutz stehende Banhofsgebäude als Restaurant/Café mit großem Biergarten genutzt.

BAHNHOF NÜRNBERG-FISCHBACH

Blick von der Gleisseite auf das Gebäude

Bahnhof Nürnberg-Fischbach (1940)

1940 wurde der erneuerte und umgebaute Bahnhof Fischbach (ursprünglich von 1896) zwischen Nürnberg-Altenfurt und Nürnberg-Fischbach eröffnet. Der Bahnhof sollte, ähnlich wie der Bahnhof Zollhaus, die beiden zentraler gelegenen Bahnhöfe Dutzendteich und Märzfeld während der Reichsparteitage entlasten._MG_2573
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In unmittelbarer Nähe in Altenfurt befand sich das SS-Lager, unweit davon das NSKK-Lager sowie die Unterkunft des RAD. Damit hätte der Standort eine gute Anlaufstelle für die Anreisenden geboten. Nachdem der letzte Reichsparteitag allerdings 1938 stattfand, wurde das Gebäude zumindest nicht für den geplanten Zweck verwendet.
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Der mittlerweile stark renovierungsbedürftige Gebäudekomplex wurde im altfränkischen Stil aus herkömmlichen, ortsüblichen Materialien wie Sandstein erbaut. Sehenswert ist der Säulengang im Wartebereich direkt an der Bahnlinie mit Inschrift.
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Seit 2010 befindet sich in unmittelbarer Nähe die S-Bahn-Haltestelle Nürnberg Fischbach. Mittlerweile (2015) steht das denkmalgeschützte Gebäude zum Verkauf und ist zur Zeit in keiner Nutzung.

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Ehemaliger Haupteingang mit Inschrift AD MCMXL

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Der Bauzustand ist mittlereweile stark renovierungsbedürftig

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Laterne am Eingangsportal

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Wartebereich 2005

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Wartebereich 2015

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Luftschutztür in den Kellerbereich

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Kellerbereich (2005)

AUTOBAHNMEISTEREI FISCHBACH

AUTOBAHNMEISTEREI FISCHBACH (1939)
Fontanestraße 2
Heute in gleicher Nutzung

Die direkt neben der Autobahn A9, Berlin-München gelegene gutshofartige Anlage wurde 1939 fertiggestellt. Ähnlich wie der nahe Bahnhof Fischbach sind die verschiedenen Gebäude (Fahrzeughallen und Dienstgebäude) in altfränkischer Bauweise ausgeführt.

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Die in direkter Nähe errichteten Tankstellen sind heute nicht mehr erhalten. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und ist für den Normalbürger nicht zugänglich. Von der Autobahnbrücke hat man aber einen sehr guten Blick auf die Anlage.

REICHSBAHNDIREKTION

REICHSBAHNDIREKTION (1936-1938)
Am Sand 34 | Heute Bahnhofsverwaltung

Erst 1937 erhielt die ‚Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft‘ den heute geläufigeren Namen ‚Deutsche Reichsbahn‘ deren Generaldirektor von 1926-1945 Julius Dorpmüller und deren Stellvertreter 1933-1942 Wilhelm Kleinmann und 1942-1945 Albert Ganzenmüller waren.

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Die „Gleichschaltung“ innerhalb der Reichsbahn wurde sehr schnell nach der Machtübernahme vollzogen und nicht erwünschte Mitarbeitern wurden entlassen. Die Mitwirkung der Reichsbahn war bei den „Kraft durch Freude“ Fahrten oder bei der logistischen Durchführung der Massenveranstaltungen
(z. B. Reichsparteitage) von entscheidender Bedeutung.

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Wie kaum eine andere eigentlich zivile Organisiation war die Deutsche Reichsbahn aktiv an militärischen Operationen beteiligt, wie dem ‚Anschluss Österreichs 1938‘, der Besetzung des Sudetenlandes, den Überfällen der Wehrmacht auf Polen, Dänemark, Norwegen, dem Westfeldzug, dem Balkanfeldzug und dem Angriff auf die Sowjetunion.

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Eine wichtige Rolle spielte die Reichsbahn auch bei der Durchführung der Deportation und Vernichtung der europäischen Juden. Nach Schätzungen von Historikern wurden ca. 3 Millionen Menschen in die Vernichtungslager gefahren, bei der die Reichbahn mehrere hundert Millionen RM mit den Menschentransporten in Viehwaggons verdienten.