HAUPTPOSTAMT

Hauptpostamt (1931-1935)
Am Bahnhofsplatz 1
Heute: Postfiliale | leerstehend | Abriss 2018

Bereits 1861 stand auf dem Gelände das erste Postgebäude welches dann 1914 mit einem ‚Rundbau‘ erweitert, aber erst 1924 fertigestellt wurde.1931 ersetzte der sogenannte ‚Kopfbau‘ das alte Bauwerk im Stile der Neuen Sachlichkeit, welches ein Stahlkelett als Grundgerüst erhielt. Architekt war Max Kälberer.

Frankens ‚Gauleiter‘ Julius Streicher ließ 1933, nach der Machtübernahme der NSDAP im Nürnberger Stadtrat die Pläne zugunsten von Arkaden im Erdgeschoss und eines Walmdaches ändern und überwarf die streng kubistischen Pläne Kälberers. Von 1935 bis 1994 wurde die Nürnberger Post dort sortiert und dann ausgetragen. Das im 2. Weltkrieg beschädigte Gebäude wurde bereits 1947 leicht verändert wieder aufgebaut.

Nach dem Erwerb des Komplexes durch einen Investor im Jahr 2014 wurde bekanngegeben, dass der unter Denkmalschutz stehende alte Rundbau bis auf die Außenfassade und die Treppenhäuser kernsaniert werden soll und der markante ‚Kopfbau‘ direkt am Bahnhof wohl einem Neubau weichen muss. Eine Online-Petition für den Erhalt des Gebäudes scheiterte 2015 mangels Beteiligung. So scheint das Schicksal des Gebäudes besiegelt zu sein.
Bericht in den NN 7/2015
• Infos der Stadtbild Initiative Nürnberg

Update 2018: Mittlerweile wird das Gebäude abgerissen, das alte Postgebäude aus den 20er Jahren soll rudimentär bestehen bleiben, der markante ‚Kopfbau‘ allerdings wird schon in wenigen Tage Geschichte sein.

Bahnbetriebswerk Nürnberg-West

Austraße | Nürnberg-Gostenhof
Heute: Stillgelegt, teilweise noch in Betrieb


Bereits 1869 wurde mit dem Bau einer Centralwerkstätte in Gostenhof, direkt an der Strecke nach Fürth begonnen, die 1875 fertiggestellt wurde. Aufgabe war die Instandhaltung der Personen- und Güterwagen. 1902 wurde die Anlage erweitert und ältere Bauwerke abgetragen, die Abteilung III wurde in Bw Nürnberg Hbf unbenannt.

In den Zwanziger Jahren änderte sich die Aufgabenverteilung zugunsten der Revisonen von Dampfloks und Reisezugwagen. Weitere Ausbauten 1929 (Treibwagenhallen).

1934 erreichte das Werk die größte Ausdehnung (Bau von weiteren Hallen für Elektrolokomotiven und Elektrotreibwagen). 1936 Bau des Heizwerks zwischen den Ringschuppen.
Im 2. Weltkrieg wurde das Werk stark beschädigt, einige Gebäude wurden zerstört oder später abgerissen. Der noch vorhandene Ringschuppen, der als Depot für das DB Museum Nürnberg genutzt wurde wurde bei einem Großbrand 2005 zerstört.
2011 wurde ein neues Regio-Werk auf dem Gelände errichtet. Ein Großteil der alten Anlage steht seitdem leer.

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2022 ist das Gebäude verlassen, ein Teil der Fenster verrammelt oder zerstört, die Fassaden mit Tags beschmiert.
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2022 ist das Gebäude verlassen, ein Teil der Fenster verrammelt oder zerstört, die Fassaden mit Tags beschmiert.

Eiinblick in eine der leerstehenden Wagenhallen