Reichsbank

Baujahr: 1939/40
Schwabach, Südliche Ringstraße 7

Bei dem Reichsbank-Bau in Schwabach handelt es sich laut Bayerischer Denkmalliste um einen ‚Dreigeschossigen, giebelständigen und verputzten Steilsatteldachbau mit tiefer Pfeilervorhalle und holzverkleideten Giebeln‘. Architekt des markanten Gebäudes war der deutsche Architekt Heinrich Wolff, der auch als Reichsbank-Baudirektor und Leiter des Baubüros der Deutschen Reichsbank agierte.
Vielen Dank an dieser Stelle an Detlef Ott für die Bereitstellung der historischen Postkarten und Fotos, die man auf seiner sehr interessanten Website: https://www.ott-schwabach.de/ betrachten kann.

Postkarte von 1942, aus der Sammlung Detlef Ott – Zweites Bild: Febr. 2021
Postkarte von 1943, aus der Sammlung Detlef Ott – Zweites Bild: Febr. 2021

RAD-LAGER in Frauendorf (Ofr.)

Baujahr: 1935
Bad Staffelstein – Ortsteil Frauendorf

Ab 1935 entstand am Ortsrand von Frauendorf bei Bad Staffelstein in Oberfranken ein RAD-Lager welches hauptsächlich für den Ausbau des Straßennetzes errichtet wurde. Die jungen Männer – und ab 1939 auch die Frauen – mussten 6 Monate ‚Dienst für das Reich‘ ableisten. Sie wurden hauptsächlich im Straßenbau, in der Landwirtschaft oder für sonstigen Bauvorhaben eingesetzt.
Bei der Errichtung des Lagers stieß man auf frühzeitliche Skelette und zahlreiche Fundstücke die von einer frühen Besiedlung dieser Region zeugten

Im Frühling 1945 diente das RAD-Lager noch als Kriegsgefangenenlager bevor es dann nach Ende des Zweiten Weltkrieges an die US-Army überging und dann – wie so viele andere Lager – als Übergangunterkunft für ‚Displaced Person‘ diente. Fast alle Gebäude würde abgebaut – nur das Wohnhaus des Lagerleiters ist noch erhalten geblieben. Und steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers wurde Ende der 50er Jahre eine Volksschule errichtet.