Obersalzberg: Theaterhalle

Die Theaterhalle unweit des heutigen Dokumentationszentrums wurde 1937 von Adolf Hitler persönlich eingeweiht und diente in erster Linie zur Unterhaltung der zahlreichen Arbeiter, die in der Nähe untergebracht waren. In der ca. 65x25qm großen Halle gab es vornehmlich Filmvorführungen aber auch Propagandaveranstaltungen. Das Gebäude stand auf Betonfundamenten und wurden ansonsten fast komplett aus Holz errichtet. Die Halle erreichte eine Höhe von 12m und auf der Rückseite prangte ein riesiger Reichsadler mit Hakenkreuz. 1944 kam es aufgrund der zu großen Eis-, und Schneelast zu einem Teileinsturz des Daches

Ansichtskarte Theaterhalle am Obersalzberg ©Photohaus J.Schmid Berchtesgaden, Datum: nach 1937

Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wurde das Holz des Gebäudes u.a. zum Wiederaufbau der Herz-Jesu-Kirche in München verwendet. Diese brannte aber 1994 ab und wurde komplett neu errichtet.

Wenn man heute vom Dokuzentrum den Carl-von-Linde-Weg entlang läuft, stößt man rechterhand noch auf zahlreiche Betonfundamente, die auch die Größe des Gebäudes erahnen lassen.

Norishalle – Stadtarchiv Nürnberg

Thema: Nachkriegsarchitektur

Nächstes Objekt ist das Stadtarchiv in Nürnberg. Ich hatte leider ’nur‘ ein 35mm Objektiv dabei, deswegen war es nicht wirklich möglich das Gebäude in Gänze abzubilden. Das werde ich bei Gelegenheit aber noch nachholen.

Die Norishalle wurde durch die Luftangriffe 1945 völlig zerstört, und durch die LGA von 1965-69 an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Der moderne Neubau in Sichtbetonbauweise wurde von Architekt Heinrich Graber geplant und als Halle für wechselnde Ausstellungen konzipiert. Im Obergeschoss befinden sich Büroräume, im Untergeschoss Studiendepots. Eine Umnutzung machten Umbaumaßnahmen von 1997-2000 notwendig. Heute beheimatet die Norishalle das Stadtarchiv Nürnberg sowie die Naturhistorische Gesellschaft.
Quelle: http://www.nuernberginfos.de/…/norishalle-nuernberg.html