Flugplatz Buchschwabach

Flugplatz Buchschwabach
In Betrieb 1942 (?)-1945

Der Flugplatz Buchschwabach bei Raitersaich in Mittelfranken, diente in der Kriegszeit als Ausbildungslager für eine Flieger-Schul-Division die an leichten Motorflugzeugen und auch einem Jagdflugzeug von Messerschmitt ausgebildet wurden. Im Laufe des Krieges wurden die Unterkunftsbaracken im Norden des Flugfeldes zudem als Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend genutzt. Die Jugendlichen mussten hier eine infanteristische Grundausbildung, Karten- und Geländekunde und auch eine Funkausbildung absolvieren.
Kurz vor dem Eintreffen der US Army wurden noch die Triebwerke der verbliebenen Flugzeuge gesprengt und damit untauglich gemacht.

Hier befand sich einst ein Flugplatz der Wehrmacht.

Ab Ende April 1945 übernahm bis zu ihrem Abzug 1947 dann die US Army das Gelände, bevor danach die sogenannten ‚Displaced Persons‘, also heimatlos gewordenen Menschen hauptsächlich aus Osteuropa – hier eine neue Heimat fanden.

Im Laufe der Zeit entstand sogar eine eigene Lagerkirche, auch ein Gedenkstein wurde errichtet. Beides ist heute nicht mehr vorhanden. Heute erinnert quasi nichts mehr an den Flugplatz Buchschwabach. Dennoch trägt ein Industriegebäude die Adresse ‚Am Flugplatz 1‘.
Interessante Informationen über den Flugplatz und das Wohnlager gibt es hier:
http://www.heimatverein-rosstal.de/geschichte/wohnlager-raitersaich/index.htm

Am Flugplatz 1, Nachkriegsgebäude auf dem Gelände des Flugfeldes. In der Nähe stand die Lagerkirche der ‚Displaced Persons‘.

Auf einem Teil der Unterkünfte befindet sich heute ein Sportplatz. Lediglich im nahegelegenen Wald befindet sich noch ein Brunnenschacht für das Trinkwasser und unweit davon ein erhöhter Sammelbehälter für Trinkwasser.

Ein Teil der damaligen Barackenunterkünfte ist heute als Sportplatz genutzt, der Rest ist Waldgebiet.

Bei meinem Besuch entdeckte ich verschiedene Erdgruben die vermutlich ein Sondengänger ausgehoben hat. Zum Vorschein kamen einige verrostete Behältnisse und Versorgungsteile, Schuhe, Geschirr und einige Flaschen die von dem Sondler liegen gelassen wurden. Aus welcher Zeit die Funde sind, kann man natürlich nur spekulieren.

Mehr Infos über den Fluplatz:
‚Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945‘ von Jürgen Zapf, Band 8 – Bayern

RAD-LAGER in Frauendorf (Ofr.)

Baujahr: 1935
Bad Staffelstein – Ortsteil Frauendorf

Ab 1935 entstand am Ortsrand von Frauendorf bei Bad Staffelstein in Oberfranken ein RAD-Lager welches hauptsächlich für den Ausbau des Straßennetzes errichtet wurde. Die jungen Männer – und ab 1939 auch die Frauen – mussten 6 Monate ‚Dienst für das Reich‘ ableisten. Sie wurden hauptsächlich im Straßenbau, in der Landwirtschaft oder für sonstigen Bauvorhaben eingesetzt.
Bei der Errichtung des Lagers stieß man auf frühzeitliche Skelette und zahlreiche Fundstücke die von einer frühen Besiedlung dieser Region zeugten

Im Frühling 1945 diente das RAD-Lager noch als Kriegsgefangenenlager bevor es dann nach Ende des Zweiten Weltkrieges an die US-Army überging und dann – wie so viele andere Lager – als Übergangunterkunft für ‚Displaced Person‘ diente. Fast alle Gebäude würde abgebaut – nur das Wohnhaus des Lagerleiters ist noch erhalten geblieben. Und steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers wurde Ende der 50er Jahre eine Volksschule errichtet.