Julius Streicher

HAUPTPOSTAMT

Hauptpostamt (1931-1935)
Am Bahnhofsplatz 1
Heute: Postfiliale | leerstehend

Bereits 1861 stand auf dem Gelände das erste Postgebäude welches dann 1914 mit einem ‚Rundbau‘ erweitert, aber erst 1924 fertigestellt wurde.1931 ersetzte der sogenannte ‚Kopfbau‘ das alte Bauwerk im Stile der Neuen Sachlichkeit, welches ein Stahlkelett als Grundgerüst erhielt. Architekt war Max Kälberer.

Frankens ‚Gauleiter‘ Julius Streicher ließ 1933, nach der Machtübernahme der NSDAP im Nürnberger Stadtrat die Pläne zugunsten von Arkaden im Erdgeschoss und eines Walmdaches ändern und überwarf die streng kubistischen Pläne Kälberers. Von 1935 bis 1994 wurde die Nürnberger Post dort sortiert und dann ausgetragen. Das im 2. Weltkrieg beschädigte Gebäude wurde bereits 1947 leicht verändert wieder aufgebaut.

Nach dem Erwerb des Komplexes durch einen Investor im Jahr 2014 wurde bekanngegeben, dass der unter Denkmalschutz stehende alte Rundbau bis auf die Außenfassade und die Treppenhäuser kernsaniert werden soll und der markante ‚Kopfbau‘ direkt am Bahnhof wohl einem Neubau weichen muss. Eine Online-Petition für den Erhalt des Gebäudes scheiterte 2015 mangels Beteiligung. So scheint das Schicksal des Gebäudes besiegelt zu sein.
Bericht in den NN 7/2015
• Infos der Stadtbild Initiative Nürnberg

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NSDAP-GAUHAUS

NSDAP-GAUHAUS (1935-37)
Marienplatz 5
Heute: Verwaltung Nürnberger Nachrichten

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Architekt des Gebäudes war Franz Ruff, an der rückseitigen Fassade befindet sich sich ein Herkulesrelief von Wilhelm-Nida-Rümelin.

Die Stadt Nürnberg nahm den 50. Geburtstag des fränkischen Gauleiters Julius Streicher zum Anlass dem umstrittenen „Frankenführer“ ein Grundstück zu schenken. Hierauf entstand in den Folgejahren das NSDAP-Gauhaus. Ein repräsentativer zweistöckiger Bau mit Reichsadler an der Vorderseite und mytischem Relief an der Rückfassade. Die Einweihung erfolgte im Februar 1937. Seit 1949 ist das gut erhaltene, bzw. wieder aufgebaute Gebäude Sitz der lokalen Nachrichtenverwaltung der Verlagsleitung des „Verlag Nürnberger Presse“ sowie die Anzeigenabteilung der „NN“, dessen Symbol“ an der Stelle des ehemaligen Reichsadlers prangt.

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