Unterwerk in Oberfranken

Das ehemalige Unterwerk (Umspannwerk) nördlich von Bamberg wurde 1939 zur Stromversorgung der Bahnlinie Nürnberg-Leipzig erbaut und war bis ca. 1991 in Nutzung. Das Gebäude hat ca. 300qm Nutzfläche. Ersetzt wurde es durch das Unterwerk in Ebensfeld.

Außenaufnahmen des Haupt- und Nebengebäudes

Innenaufnahmen

RAD-LAGER in Frauendorf (Ofr.)

Baujahr: 1935
Bad Staffelstein – Ortsteil Frauendorf

Ab 1935 entstand am Ortsrand von Frauendorf bei Bad Staffelstein in Oberfranken ein RAD-Lager welches hauptsächlich für den Ausbau des Straßennetzes errichtet wurde. Die jungen Männer – und ab 1939 auch die Frauen – mussten 6 Monate ‚Dienst für das Reich‘ ableisten. Sie wurden hauptsächlich im Straßenbau, in der Landwirtschaft oder für sonstigen Bauvorhaben eingesetzt.
Bei der Errichtung des Lagers stieß man auf frühzeitliche Skelette und zahlreiche Fundstücke die von einer frühen Besiedlung dieser Region zeugten

Im Frühling 1945 diente das RAD-Lager noch als Kriegsgefangenenlager bevor es dann nach Ende des Zweiten Weltkrieges an die US-Army überging und dann – wie so viele andere Lager – als Übergangunterkunft für ‚Displaced Person‘ diente. Fast alle Gebäude würde abgebaut – nur das Wohnhaus des Lagerleiters ist noch erhalten geblieben. Und steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers wurde Ende der 50er Jahre eine Volksschule errichtet.

Zwangsarbeit in altem Bierkeller

Ort: Oberfranken
Privatbesitz, deswegen keine Ortsangabe.

In diesem alten Sandstein-Bierkeller aus dem 18. Jahrhundert wurden nach meinen bisherigen Informationen elektronische Kleinteile für ein ursprünglich Spielzeuge herstellende Nürnberger Firma hergestellt, die für die Rüstungsproduktion vorgesehen waren. Ab Mitte/Ende 1942-1945 soll die Anlage in Betrieb gewesen sein.

Eine Inschrift mit einem P in einer Raute (Kennzeichnung für polnische Zwangarbeiter ab März 1940) lässt darauf schließen, dass hier auch polnische ‚Fremdarbeiter‘ eingesetzt waren.

Weitere Quellen sprechen von Augenzeugenberichten die besagen, dass die Keller auch als Luftschutzbunker benutzt wurden.

Nähere Informationen hoffe ich bald in Erfahrung zu bekommen.