DAF-LAGER

DAF-LAGER (1939)
Regensburger Straße 364-414
Heute: August-Meier Altenheim

1939 entstand an der Regensburger Straße, direkt angrenzend an das Reichsparteitagsgelände, ein großer Wohnkomplex für die Arbeiter der DAF die am RPT-Gelände arbeiteten. An das Hauptgebäude sind sieben zusammenhängende Nebengebäude gebaut worden, die als Unterkünfte dienten. Die im Wald liegende Anlage, die schwere Bombenschäden zu verzeichnen hatte, wurde nach dem Krieg als Unterkunft für amerikanische Soldaten und ab 1947 bis heute als Altenheim, dem „August Meier Heim“ genutzt. Seit 2020 entstehen Erweiterungsgbäude für das Heim, das Waldstück in nördlicher Richtung wurde ebenfalls für Neubauten gerodet.

Fotoupdate 2021:

Im hinteren Bereich werden und wurden Asylsuchende, bzw. Obdachlose untergebracht. Seit 1981 werden einige Gebäude auch von dem ‚Olaf-Ritzmann-Kollektiv‘, einer altlinken Wohngemeinschaft bewohnt und bewirtschaftet.

BAHNHOF NBG.-FISCHBACH

Bahnhof Nürnberg-Fischbach (1940)
Wikipedia

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Eingangsbereich 2020
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1940 wurde der erneuerte und umgebaute Bahnhof Fischbach (ursprünglich von 1896) zwischen Nürnberg-Altenfurt und Nürnberg-Fischbach eröffnet. Der Bahnhof sollte, ähnlich wie der Bahnhof Zollhaus, die beiden zentraler gelegenen Bahnhöfe Dutzendteich und Märzfeld während der Reichsparteitage entlasten.

In unmittelbarer Nähe in Altenfurt befand sich das SS-Lager, unweit davon das NSKK-Lager sowie die Unterkunft des RAD. Damit hätte der Standort eine gute Anlaufstelle für die Anreisenden geboten. Nachdem der letzte Reichsparteitag allerdings 1938 stattfand, wurde das Gebäude zumindest nicht für den geplanten Zweck verwendet.

Der mittlerweile stark renovierungsbedürftige Gebäudekomplex wurde im altfränkischen Stil aus herkömmlichen, ortsüblichen Materialien wie Sandstein erbaut. Sehenswert ist der Säulengang im Wartebereich direkt an der Bahnlinie mit Inschrift.

Seit 2010 befindet sich in unmittelbarer Nähe die S-Bahn-Haltestelle Nürnberg Fischbach. Mittlerweile (2015) steht das denkmalgeschützte Gebäude zum Verkauf und ist zur Zeit in keiner Nutzung.

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Ehemaliger Haupteingang mit Inschrift AD MCMXL – Foto ©2015
Mittlerweile sind die Scheiben fast komplett eingeschmissen. Foto ©2020

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Der Bauzustand ist mittlereweile stark renovierungsbedürftig
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Laterne am Eingangsportal
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Wartebereich 2005
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Wartebereich 2015
Wartebereich 2020

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Luftschutztür in den Kellerbereich 2015
Luftschutztür in den Kellerbereich 2020

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Kellerbereich (2005)

DOKUMENTATIONSZENTRUM REICHSPARTEITAGSGELÄNDE

DOKUMENTATIONSZENTRUM REICHSPARTEITAGSGELÄNDE (2001)
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg
http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde am 4. November 2001 feierlich vom damaligen Bundespräsident Johannes Rau eröffnet. Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ in der nicht fertiggestellten ‚Kongresshalle‘ beinhaltet die Entwicklung des Nationalsozialismus ab Ende des 1. Weltkriegs 1918, bis zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1945/46.

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Studienforum für pädagogische Arbeit über dem Eingangsbereich

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Der Schwerpunkt der Dauerausstellung wurde dabei auf die Rolle Nürnbergs zur Zeit des Nationalsozialismus gelegt. So bekamen die geplanten und ausgeführten Bauten des Reichsparteitagsgeländes, die Geschichte der Reichsparteitage, sowie die Nürnberger Prozesse eine besondere Gewichtung. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch Sonderausstellungen in den Räumlichkeiten des nördlichen ‚Kopfbaus‘ und durch die Möglichkeit der pädagogischen Nutzung des Studienforums mit Themengesprächen, Studientagen und Sonderveranstaltungen.

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Caféteria im Dokuzentrum

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Treppenaufgang zur Dauerausstellung

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Aufzug und Glasdachkonstruktion des Museums in der Eingangshalle

Bei der Architektur des Museums wurde besonderen Wert darauf gelegt den Kongressbau „nicht fertig zu stellen“, sondern durch Verwendung anderer Materialien und durch räumliche Trennung, aber unter Einbeziehung der vorhandenen Räumlichkeiten, eine gewisse Distanz zu schaffen. Kernstück der neuen Architektur ist der sog. „Pfahl“ der den gesamten Kopfbau des Gebäudes regelrecht zerschneidet und die den Kongressbau zum Ausstellungstück macht.

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Der Eingangsbereich

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Der ‚Pfahl‘ der sich quer durch das Gebäude zieht.

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Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ löste die alte Ausstellung im Inneren der Zeppelintribüne ab, die man hier von 1985-2001 besuchen konnte.

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Die alte Ausstellung ‚Faszination & Gewalt‘ von war von 1985-2001 nur in den Sommermonaten geöffnet, da im Inneren keine Heizung installiert war.

AUsstellung

Ausstellungstücke der alten Ausstellung

Jährlich besuchen über 235.000 Besucher das Dokumentationszentrum – ca. 50% der Gäste kommen aus dem Ausland. Das Museum ist wochentags von 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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