Wohnungsbau

ZIVILER WOHNUNGSBAU IN NÜRNBERG

ZIVILER WOHNUNGSBAU IN NÜRNBERG (1933-45)

Massenarbeitslosigkeit, Armut und Wohnungsknappheit waren Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre auch in Nürnberg zentrales Problem der Bevölkerung. Zwischen 1922 und 1931 entstanden zwar etwa 6.000 neue Sozialwohnungen, doch fehlten nach einer Wohnungszählung von 1933 noch immer 12.500 Wohnungen.

Die Nationalsozialisten versuchten u. a. mit Hilfe von schon bestehenden Plänen aus der Weimarer Republik die Wohnungsnot zu beseitigen (z.B. Siedlung Moorenbrunn – „Julius Streicher Siedlung“, Siedlung Nordost-Bahnhof, Gartenstadt), setzten aber auch auf die Errichtung von neuen Siedlerstellen (Eibach, Mühlhof, Gebersdorf, Eberhardshof).

Um an die begehrten Siedlerstellen zu kommen, mussten allerdings bestimmte Bedingungen erfüllt werden. So mussten die Siedler zwei Kinder haben, national gesinnt, politisch zuverlässig und unbescholten sowie „erbgesund“ sein.

Der soziale Wohnungsbau wurde besonders in den Kriegsjahren nur sehr zögernd fortgesetzt. Die größte neuangelegte Siedlung entstand in der Hansa- und Daimlerstraße mit 201 Wohnungen. In den Jahren 1936 bis 1938 entstanden in vielen Nürnberger Stadtteilen Wohnung von privaten Bauherren, die von der Stadt Nürnberg Steuer- und Gebührennachlässe als Anreiz erhielten (z. B. Zerzabelshof, Sündersbühl, Mögeldorf, Ziegelstein).

Viele dieser Gebäude haben den Krieg, auch aufgrund der Randstadtlage, überstanden und sind zum Teil noch gut erhalten. Die folgende fotografische Auflistung kann natürlich nur einen kleinen Teil der Gebäude wiedergeben die sich im Nürnberger Stadtgebiet befinden und erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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