Strafanstalt am Holzweiher und Trümmerbahn

Der Holzweiher im Forsthof bei Nürnberg ist nach dem Krieg durch die Aufstauung des Fischbachs entstanden. Nur Unweit davon befand sich bis Anfang der 1970er Jahre eine Strafanstalt die dort Anfang der 1950er Jahre eingerichtet wurde. Die Häftlinge mussten tagsüber in einer Baumschule, in der Fischzucht, Tierzucht oder als Waldarbeiter arbeiten. Das Gebäude und das Gelände ist heute Teil der Bayerischen Staatsforsten und war bis vor kurzem mit einem Zaun umzäunt.

Ein genaues Baujahr des Gebäudes konnte ich leider bislang nicht in Erfahrung bringen. Interessant wäre auch die Information, ob das Gebäude bereits in den 1940er Jahren existent war und eventuell im Zusammenhang mit dem in der Nähe befindlichen Kriegsgefangenenlager ‚Russenwiese‘ stand.
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Etwas weiter südlich befindet sich noch ein Ort den mal als ‚historisch‘ betrachten kann: Reste der alten Trümmerbahn, auch ‚Mollbahn‘ genannt. Durch Bombenangriffe die eigentlich ein anderes Ziel treffen sollten, wurde das Gelände im 2. Weltkrieg zu einem zerstörten Brachland dass nach dem Krieg wieder aufgeforstet wurde.
Nachdem der Platz am ‚Silberbuck‘ und ‚Föhrenbuck‘ nicht mehr ausreichten den Schutt aus der zerstörten Stadt aufzunehmen, wurden im Forsthof Schmalspurschienen verlegt, die den Schutt auf das Gelände brachten und ‚möglichst gleichmäßig und unauffällig‘ verteilt. Die Trümmerbahn fuhr zwischen 1946 und 1950.
Danach wurden die Gleise wieder demontiert und das Gelände renaturiert. Etwas abseits der Wege findet man auch heute noch die aufgeschütteten Erdwälle und die ehemaligen Trassenführungen.
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Haus der Landwirtschaft

Stilistisch sehr nahe an der Architektur der 1930er und 40er Jahre, wurde dieses Lehrgebäude 1950/51 errichtet und war bis ca. 2010 in dieser Nutzung. Es handelt sich um einen zweigeschossigen, vierflügeligen Walmdachbau um einen geschlossenen Innenhof des Architekten Karl Pfeiffer-Haardt sowie einer Bauplastik von Karl Hemmeter.

Karl Pfeiffer Haardt war u.a. von 1934-39 Künstlerischer Berater im Deutschen Siedlungswerk in Berlin, danach Leiter des Referats ‚Siedlung und Planung beim Reichsarbeitsministerium in Berlin.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und sollte 2017 von einem Investor zu 26 Eigentumswohnungen umgebaut werden. Offensichtlich ist aber seitdem nichts mehr passiert und das Gebäude steht leer.

Aus Objektschutzgründen verzichte ich auf eine genaue Ortsangabe.

Außenaufnahmen:


Innenräume:


Der Innenhof:


Der Keller:

Unterwerk in Oberfranken

Das ehemalige Unterwerk (Umspannwerk) nördlich von Bamberg wurde 1939 zur Stromversorgung der Bahnlinie Nürnberg-Leipzig erbaut und war bis ca. 1991 in Nutzung. Das Gebäude hat ca. 300qm Nutzfläche. Ersetzt wurde es durch das Unterwerk in Ebensfeld.

Außenaufnahmen des Haupt- und Nebengebäudes

Innenaufnahmen