Haus der Landwirtschaft

Stilistisch sehr nahe an der Architektur der 1930er und 40er Jahre, wurde dieses Lehrgebäude 1950/51 errichtet und war bis ca. 2010 in dieser Nutzung. Es handelt sich um einen zweigeschossigen, vierflügeligen Walmdachbau um einen geschlossenen Innenhof des Architekten Karl Pfeiffer-Haardt sowie einer Bauplastik von Karl Hemmeter.

Karl Pfeiffer Haardt war u.a. von 1934-39 Künstlerischer Berater im Deutschen Siedlungswerk in Berlin, danach Leiter des Referats ‚Siedlung und Planung beim Reichsarbeitsministerium in Berlin.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und sollte 2017 von einem Investor zu 26 Eigentumswohnungen umgebaut werden. Offensichtlich ist aber seitdem nichts mehr passiert und das Gebäude steht leer.

Aus Objektschutzgründen verzichte ich auf eine genaue Ortsangabe.

Außenaufnahmen:


Innenräume:


Der Innenhof:


Der Keller:

Unterwerk in Oberfranken

Das ehemalige Unterwerk (Umspannwerk) nördlich von Bamberg wurde 1939 zur Stromversorgung der Bahnlinie Nürnberg-Leipzig erbaut und war bis ca. 1991 in Nutzung. Das Gebäude hat ca. 300qm Nutzfläche. Ersetzt wurde es durch das Unterwerk in Ebensfeld.

Außenaufnahmen des Haupt- und Nebengebäudes

Innenaufnahmen

DAF-LAGER

DAF-LAGER (1939)
Regensburger Straße 364-414
Heute: August-Meier Altenheim

1939 entstand an der Regensburger Straße, direkt angrenzend an das Reichsparteitagsgelände, ein großer Wohnkomplex für die Arbeiter der DAF die am RPT-Gelände arbeiteten. An das Hauptgebäude sind sieben zusammenhängende Nebengebäude gebaut worden, die als Unterkünfte dienten. Die im Wald liegende Anlage, die schwere Bombenschäden zu verzeichnen hatte, wurde nach dem Krieg als Unterkunft für amerikanische Soldaten und ab 1947 bis heute als Altenheim, dem „August Meier Heim“ genutzt. Seit 2020 entstehen Erweiterungsgbäude für das Heim, das Waldstück in nördlicher Richtung wurde ebenfalls für Neubauten gerodet.

Fotoupdate 2021:

Im hinteren Bereich werden und wurden Asylsuchende, bzw. Obdachlose untergebracht. Seit 1981 werden einige Gebäude auch von dem ‚Olaf-Ritzmann-Kollektiv‘, einer altlinken Wohngemeinschaft bewohnt und bewirtschaftet.